Forumtheater bedeutet, dass dem Publikum durch eineN JoKer eine Szene mit unbefriedigendem Ausgang für die Hauptrolle zur Veränderung vorgestellt wird.

Ausführlicher auf http://fritz-letsch.wikispaces.com und im Forum-Theater-Wiki


Forum-Theater ist die zentrale Methode im Theater der Unterdrückten von Augusto Boal.
TdU Artikel auf http://de.wikipedia.org führt vom Bilder- oder Statuentheater bis zum Legislativen Theater

Die Teilnehmenden eines Workshops tauschen dazu erst einmal in szenischen Bildern und Statuen aus,
was für sie den grössten Ärger oder Druck darstellt, im Themenkreis der Einladung oder in ihrem Leben.

Daraus generalisieren sie in Kleingruppen die Thematik und nehmen sie von der Person in die Arbeit der Gruppe,
entwerfen dann gemeinsam ein Szene, die eine Person in der Hauptrolle in ein Dilemma bringt,
und entwickeln ein kleines Stück, das am Höhepunkt mit dem Scheitern dieser Person endet.

Das Publikum wird mit Hilfe eines Jokers den Konflikt lösen, das Stück vollenden.
Auch wenn das hierzulande kaum jemand glauben mag, es können Senioren wie Kinder ... ab 10 Jahren.

Auch wenn es hier jetzt mal kompliziert klingt, es ist einfach ...
und ich hab es auch schon mit einfacheren Worten beschrieben, z.B. auf bewusstseinbildung in der Theaterarbeit

reichhaltige Quellen in english: http://theatreoftheoppressed.org

Grundlagen der Sozialen Arbeit im Forum-Theater

Der professionelle Hintergrund, beschrieben bei Paulo Freire:
Pädagogik der Autonomie, Notwendiges Wissen für die Bildungspraxis, Waxmann Münster 2008

Statuen bauen kann jedeR in wenigen Minuten lernen, sie zu lesen und interpretieren, verstehen und Veränderungspunkte zu entdecken, dauert etwas länger und braucht Übung.

Fünf Schritte zur Szene:

  1. Eine Person nehmen, sie ist mit der Hand verbunden, das Gesicht bewegt sich wie die Hand
  2. Die Person "einfrieren": Sie bleibt in der Haltung
  3. Gestalten von Haltung, Armen und Beinen
  4. Das Gesicht wie in einem Spiegel zeigen
  5. Die Augen auf einen Reaktionspunkt, einen Satz, ein Wort, einen Ton

Dann kommt die heiße Frage: Wie kommen wir zur Spielszene?
Die fünf Tabubereiche sind ein Ansatzpunkt, heimliche Geschichten aufzuspüren ... aber noch lange kein Anfang:

Den machen wir mit dem Erzählen kurzer eigener Erlebnisse von Angst / Ärger / ... in einer kleinen Gruppe. Den kurzen Erzählungen folgt die Entscheidung für eine prägnante / gemeinschaftliche Geschichte und der Auftrag an eineN RegisseurIn, die das Schlußbild stellen soll.

Die Vorgeschichte kann dann schon wieder gemeinschaftlich entstehen, vor alllem aus unseren eigenen Sätzen in der Situation, die wir uns am Besten merken können.